Bürgerpreis für Marianne Stubenvoll

Für ihr ehrenamtliches Engagement um die Spätaussiedler in Sulzbach-Rosenberg bekam sie im Dezember 2005 den Bürgerpreis der Sparkasse Amberg-Sulzbach. Mit der Auszeichnung war ein Geldbetrag von 200,- Euro verbunden. Diesen Betrag hat Frau Stubenvoll nun dem Sozialdienst katholischer Frauen übergeben, um die Kinderbetreuung im Übergangswohnheim für Spätaussiedler in der Edith Stein Straße zu unterstützen.

Übergeben wurde der Preis in den Räumen der Kinderbetreuung von der Preisträgerin selber an Frau Anita Mölter, die ehrenamtlich im Vorstand des SkF und in der Kinderbetreuung tätig ist. Ihre Freude über die Spende brachten auch Katrin Donhauser, die Leiterin der Kinderbetreuung, Gerhard Bones der Verwalter des Übergangswohnheimes, Wolfgang Seifert von der Aussiedlerberatung der Caritas und Pfarrer Winfried Larisch zum Ausdruck. Der Preisübergabe schloß sich eine Gesprächsrunde über die aktuelle Situation des Übergangswohnheimes, die Arbeit der Kinderbetreuung der Caritas und der Ortspfarrei, sowie die zukünftige Enwicklung, die durch das Zuwanderungsgesetz gesteuert wird. Zum Dank für die Spende haben die Kinder bunte Blumentöpfe mit Frühlingsblumen gebastelt und verschenkt.



 Gruppenfoto: (von links) Katrin Donhauser, Anita Mölter, Gerhard Bones, Marianne Stubenvoll, Wolfgang Seifert, Pfarrer Winfried Larisch



Zur Preisträgerin: Frau Marianne Stubenvoll ist seit 1991 Kontaktfrau der Pfarrei Herz Jesu Rosenberg zu den Spätaussiedlern. War von 1991 bis 2002 vornehmlich für die Johann Flierl Straße mit 10 Häusern zuständig. Liebevoll sagen die Aussiedler "Frau Marianne" zu ihr. Als Voraussetzung für die Arbeit nennt sie: "Die Menschen gern haben und viel persönlicher Einsatz."

Die beste Kontaktaufnahme passiert durch Hausbesuche, mit dem Pfarrbrief in der Hand und den Grüssen des Pfarrers. Viele sind Anfangs sehr scheu und kommen nicht von selber.

Konkrete Hilfe war gefragt beim Arzt, bei Behördengängen, in der Schule oder bei Einkäufen, um unsere Lebensweise kennen zu lernen.

"Interessant ist natürlich das kirchliche Leben, das ja in der ehemaligen Sowjetunion nicht gepflegt werden durfte und somit verloren ging. Es geht also darum, Kirche kennen zu lernen. Viele wissen gar nicht was Religion ist. Damit beginnt die Arbeit für die Pfarrei: Vorbereitung auf die Taufe, Gebete lernen, Bibel lesen bis hin zur Begleitung in die Kirche."




Druckbare Version