Vortrag Prof Ritt: Worauf es Jesus heute ankommt

Brigitte Heller begrüßte im Namen des Pfarrgemeinderates Herz Jesu Rosenberg und der Katholischen Erwachsenenbildung Amberg-Sulzbach den Referenten und die Gäste. Professor Ritt kommt jedes Jahr auf Einladung in die Pfarrei Herz Jesu Rosenberg zum Vortrag in der Fastenzeit. So war es kein Wunder, dass der große Saal des Kettelerhauses wieder bestens besetzt war.
In seinen Ausführungen stellte Professor Ritt die Frage voran: "Worauf kommt es Jesus heute an?" Antwortversuche wollte er in zweifacher Weise geben: Einmal mit dem Blick auf Jesus selber und dazu die konkrete Übertragung und Umsetzung in unsere Zeit hinein. In verschiedenen Beispielen führte er diesen Gedanken aus. So mündet die Friedensbotschaft aus der Geburtsgeschichte in die Soziallehre der Kirche und stellt gleichsam das Christentum als die ideale Friedensbewegung dar. Die Bergpredigt Jesu, seine Ethik und sein Programm, sei nicht irgend ein Rezept oder eine fromme Anregung, sondern konkrete Forderung an jeden einzelnen Menschen.



 



Wort und Tat müssen übereinstimmen und gelebt werden. Jesus verkündete eine frohmachende und faszinierende Botschaft. Das verlangt nach "Menschen mit Strahlkraft". Die Wunder Jesu zeigen die heilende Kraft der Gottesherrschaft und des Glaubens. Christen müssen spüren, wie beglückend und befreiend die Botschaft Christi ist. Jesu Aufmerksamkeit gilt vor allem Sündern, Armen, Kranken und Ausgeschlossenen.Auch unsere Solidarität in diesem Bereich muss erfahrbar sein. "Christentum besteht im Liebesdienst an den Menschen" so der Referent. Das Gebet um Einheit und der Respekt vor den vielfältigen Gnadengaben ist Grundanliegen Jesu. So ist die Einheit in versöhnter Verschiedenheit ein Gebot der Stunde. Zuletzt so Professor Ritt bleibt die Frage jedes Menschen nach dem Sinn des Lebens. So ist der Tod das Eintreten in die bleibende Gottesbegegnung. Dazu braucht es die entsprechende Einstellung: "Lebe jeden Tag so, als ob es dein erster und dein letzter Tag wäre!" Abschließend bleibt zu sagen, so Professor Ritt, braucht jeder Gläubige eine Beziehung zu Christus, die Spuren der Liebe hinterläßt. So können Impulse Jesu in das Leben und in die Gesellschaft getragen werden.
Für seinen hervorragenden Vortrag wurde der Referent mit kräftigen Applaus gewürdigt.
Im Anschluß an die anschließende rege Diskussion mit dem Referenten bedankte sich Pfarrer Lorenz Hägler für die bereichernden Ausführungen bei Professor Ritt und sprach gleich die Einladung für das nächste Jahr aus.




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