Indien erleben in Rosenberg

Dank herzlicher Gastlichkeit entfaltet sich der Zauber Indiens in Rosenberg am 4. Oktober 2008. In der voll besetzten Herz Jesu Kirche begrüßte Pfarrer Saju seine Konzelebranten Pfarrer Thomas aus Ammerthal, Pater Augustin aus München und Ruhestandsgeistlichen Lorenz Hägler. Sein besonderer Gruß galt den 15 Gästen von der indischen Gemeinde aus Wien. Sie gestalteten unter der Leitung von Cyriac Cherukad den Gottesdienst musikalisch in ihrer Heimatsprache Malayalam. In seiner Einleitung wies Pfarrer Saju auf die Wurzeln der syro-malabarischen Liturgie hin, die auf den Apostel Thomas zurück geht, er hat in Indien den christlichen Glauben verbreitet. Die "Thomaschristen" sind eine Ostkirche die mit Rom uniert ist. Ihr gehören 3,8 Millionen Mitglieder an, die vor allem im indischen Bundesstaat Kerala leben. Mittelpunkt der Liturgie ist das großartige Geheimnis Christi, was auch durch äußerliche Zeichen wie etwa den Altarschmuck und die festlichen Meßgewänder deutlich wurde. So wurde zu Beginn eine Öllampe als Zeichen für das Licht Christus vor dem Altar entzündet. Zur Gabenbereitung brachten indische Mädchen in traditioneller Kleidung Blumen zum Altar. Nach Eucharistiefeier und Segen dankten alle Mitfeiernden den Gästen aus Wien für die ergreifende Feier mit Applaus. Die Gemeinde erlebte eine ergreifende Liturgie in ihrer eigenen Sprache, Musik, Festlichkeit und Spiritualität.



Gottesdienst im syro-malabarischen Ritus (von links: Pfarrer Thomas aus Ammerthal , Pfarrer Saju, Pfarrer Augustin München, Ruhestandspfarrer Lorenz Hägler



Grazie Klassischer indischer Tanz und moderne Bollywood-Rythmen auf der Bühne.



Dem Gottesdienst schloß sich ein indischer Kulturabend im Kettelerhaus an.
In seiner Begrüßung zeigte sich Pfarrer Saju erfreut, dass alle Plätze im Saal besetzt sind und das Interesse an der indischen Kultur so groß ist. Sein Gruß galt allen Geistlichen, dem Kirchenchor Herz Jesu, allen Verantwortlichen in Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung. Besonders begrüßte er die drei indischen Familien aus Wien, die sich Zeit genommen haben um diesen Abend zu gstalten. Sein Wunsch für diesen bayerisch-indischen Abend eine Einheit in der Verschidenheit. Sechs Jugendliche der indischen Gemeinde in Wien zeigten eine bunte Mischung indischer Tänze. Angefangen von ganz klassischen Tänzen mit Motiven aus dem Hinduismus bis hin zu den modernen Tänzen wie sie aus Bollywood bekannt sind. Sie zogen mit ihren Tänzen das Publikum in ihren Bann. Die Tänze verlangen viel Disziplin, Körperbeherrschung, Charme und ein gutes Gedächtnis. Das Publikum lohnte es ihnen mit viel Beifall.
In der Pause wurden allerlei indische Spezialitäten zum probieren gereicht, auch eine kleine Ausstellung mit Kunstgegenständen und Schriften gab einen Einblick in die jahrtausendealte Kultur des Landes. Nach der Pause zeigte Pfarrer Saju einige Filmimpressionen aus dem Land am Ganges. Auch der Kirchenchor unter der Leitung von Maria Boßle beteiligte sich mit einigen Liedern am Programm. Am Ende des Abends dankte Pfarrgemeinderatssprecher Richard Beer den Gästen aus Wien für ihren Besuch und ihre tolle Darbietung. Er überreichte an die drei Familien Puthenkalam, Pattery und Cherukad Erinnerungsgeschenke an den Besuch in Rosenberg. Allen Kindern, die die Tänze gezeigt haben überreichte er eine kleine Gage.
Seinen würdigen Ausklang fand der gelungene Abend mit der Bayernhymne und der indischen Nationalhymne.



Nationalhymne Die Tänzerinnen aus Wien, links Saja Pattery (Regie), rechts (Pfarrer Saju) bei der indischen Nationalhymne




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