Die Erlebnisse rund um den diesjährigen katholischen Weltjugendtag in Australien standen am Sonntag, 19. Oktober 2008, auf dem Predigtplan der Serie von Laienpredigten unter dem Motto „Glaubenserfahrungen im Alltag„.
Das Geschwisterpaar Veronika und Theresa Obermeier aus Gebenbach war begeistert von seiner Reise und den Impulsen, die es von der Begegnung mit Jugendlichen aus aller Welt erhalten hatte.

Die jungen Frauen waren im Juli zusammen mit 36 weiteren jungen Menschen aus der Diözese Regensburg nach Australien aufgebrochen, um einige interessante Wochen in Melbourne, Sydney und im australischen Outback zu verbringen. Mit einigen Bildern wurden die Erlebnisse untermauert.
Voll erfrischender Spontaneität berichteten die beiden, die positiven Eindrücke scheinen sich prägend ausgewirkt zu haben.
Die Erzählungen anderer Jugendlicher, die bereits an vorherigen Weltjugendtagen teilgenommen hatten, sowie die Teilnahme an Ministrantenwallfahrten und Treffen in Taizé trugen hauptsächlich zur Entscheidung bei, die lange Reise nach Australien anzutreten.
In Australien angekommen, waren die Jugendlichen zunächst einige Tage in Melbourne bei Gastfamilien untergebracht. Sowohl individuelle Ausflüge mit den Gastfamilien als auch gruppenweise Veranstaltungen standen auf dem Programm. Der geistliche Einstieg, umrahmt von Andachten und Messen, entstammte immer aus der Gastgeberpfarrei. Überwältigt zeigten sich die beiden von der offenen Art und der großen Gastfreundschaft der Australier, bei denen sie in kürzester Zeit wie Familienmitglieder aufgenommen wurden.



 



In Sydney, der Stadt des Weltjugendtages, waren die Unterkünfte dann nicht mehr so familiär, Turnhallen wurden zu Schlafsälen, Frühstücks- und Katecheseräumen umfunktioniert. „Receive the power„ – „Empfangt den heiligen Geist„ – so lautete das Motto des Weltjugendtages. In den Katechesen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, über verschiedene Aspekte des Glaubens und der Religiosität, teilweise mit hochrangigen Vertretern des Klerus, zu diskutieren. So hatten die Jugendlichen aus der Diözese auch die Möglichkeit, u.a. mit den Bischöfen Walter Mixa, Reinhard Marx und Karlheinz Diez zu diskutieren. Besonders die Offenheit der sonst so unnahbar scheinenden Hierarchen imponierte sehr, man konnte die Kirchenvertreter auch einmal von einer anderen Seite kennenlernen, „nicht nur, wie zu Hause, bei der Einweihung einer neuen Orgel„.
Der Hauptgottesdienst fand auf einem Feld statt, bereits während der Nacht wurden die Besucher, die zum großen Teil auf dem Feld übernachteten, auf das Ereignis mit Musik, Gesängen und Gebeten eingestimmt. Papst Benedikt XIV. deutete die Botschaft, den Sendungsgedanken an die Jugendlichen. Der Geist von Friede und Freiheit, von Gemeinschaft und Liebe solle die Jugendlichen für ihr weiteres Leben prägen und sie ermuntern, diese Botschaft in die Welt hinauszutragen.
Nach Abschluß des Weltjugendtages gab es noch einige Tage Zeit, das Land und einige seiner grandiosen Naturschönheiten, wie z.B. das Great Barrier Reef, die Millaa Millaa Wasserfälle oder den Ayers Rock zu erkunden.
Zusammenfassend führten die beiden Schwestern mehrere Punkte auf, mit denen sie die Glaubenserfahrung bestätigt sehen: die Schönheit der Natur, die Gastfreundschaft, die Gemeinschaft und das gemeinsame Bewältigen von widrigen Umständen wie z.B. Kälte.




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