Laienpredigt von Georg Taubmann

„Glaubenserfahrungen im Alltag„ – so das Motto einer Serie von Laienpredigten, die im Oktober in der Pfarrkirche Herz-Jesu angeboten werden. Den Anfang machte am Sonntag, 12. Oktober 2008, der gebürtige Rosenberger Georg Taubmann, der seit ca. 25 Jahren im Rahmen humanitärer Hilfsprojekte in Indien, Pakistan und Afghanistan tätig ist.
Die Predigt war in eine vom Pfarrgemeinderat vorbereitete Andacht eingebettet. Pfarrgemeinderatssprecher Richard Beer begrüsste die Besucher und bedankte sich für die Bereitschaft Taubmanns, von seinen Glaubenserfahrugen zu erzählen.
Taubmann berichtete über das, was ihm die Kraft gegeben hatte, 25 Jahre in den Flüchtlingslagern in Pakistan und in Afghanistan zu arbeiten. Der Alltag war durch viele Herausforderungen geprägt: die Arbeit in den Flüchtlingslagern und das ständige Konfrontiertsein mit Elend, Leid und Schicksal der Flüchtlinge. Das heiße Klima und die, im Vergleich zur europäischen, völlig andere Kultur machten ihm und besonders seiner Frau sehr zu schaffen. Krankheiten, Gefahren und Bedrohungen durch muslimische Extremisten kamen oft noch hinzu. Seit dem Jahr 2000 wohnt die Familie in dem damals noch von den Taliban regierten Afghanistan. Die Stadt Kabul, die aufgrund der jahrzehntelangen Kämpfe zu ca. 60% zerstört war und in der viele Menschen in Unterdrückung und äußerster Armut lebten, wurde für ihn und seine Familie das neue Zuhause.



 



2001 kam die Verhaftung durch die Taliban und die schreckliche Zeit in ihren schlimmen Gefängnissen, in der es, nach all den bisherigen Erfahrungen, keine Hoffnung gab, lebend wieder herauszukommen. Nach der dramatischen Befreiung und einiger Zeit in Deutschland gingen er und seine Frau wieder zurück und bauten die Hilfsorganisation Shelter Now, für die die Taubmanns tätig sind, wieder neu auf. Georg Taubmann verwies immer wieder in seiner Predigt darauf, dass ihn sein Glaube und seine tiefe Beziehung zu dem auferstandenen Jesus Christus, das Gebet und das Lesen der Bibel sowie die Gemeinschaft mit anderen Christen ihm die Kraft gb, all diese Herausforderungen zu bewältigen. Seine derzeit über 50 ausländischen Mitarbeiter, die aus ca. 18 Ländern der Welt kommen, sind alle überzeugte Christen aus verschiedenen Konfessionen. Sie treffen sich fast jeden Morgen zu einer Andacht mit gemeinsamem Gebet und Singen und dem Lesen von Bibeltexten. Taubmann sprach von den Stürm
en, die in unser Leben kommen können und wie wichtig es sei, sein Leben auf ein gutes Fundament zu stellen.
Anhand eines Textes aus dem Matthäus-Evangelium, der das Bild des Hausbaus auf starkem Fels bemüht, stellt Taubmann heraus, dass ein entschiedenes Leben mit Jesus Christus dieses Fundament darstelle. Dies habe ihn und könne uns alle durch die schlimmsten Stürme unseres Lebens bringen.
Pfarrer Saju Thomas sowie der Sprecher des Pfarrgemeinderates, Richard Beer, freuten sich über die Bereitschaft Taubmanns, von seinen Erfahrungen zu berichten. Georg Taubmann wiederum bedankte sich herzlich für die Einladung.
Mit einer großzügigen Spende zur Unterstützung der Arbeit in Afghanistan wurde der Gastprediger verabschiedet. Interessante Gespräche ergaben sich im Anschluß noch auf dem Kirchplatz.
Am kommenden Sonntag, den 19. Oktober, wird das Geschwisterpaar Theresa und Veronika Obermeier aus Gebenbach von seinen besonderen Glaubenserlebnissen im Rahmen des Weltjugendtages 2008 in Australien berichten. Die beiden jungen Frauen kamen von ihrer Reise aus Australien wieder mit viel Begeisterung zurück. Sie werden von ihrer Motivation für die Reise sowie über erlebte Zeichen Gottes berichten. Besonders auch Jugendliche sind hierzu eingeladen.




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