Seniorenehrennachmittag 2009

Es ist nun schon seit Jahrzehnten Tradition in der Pfarrei Herz-Jesu, kurz vor Beginn der Adventszeit ihre Senioren zu einem Nachmittag der Begegnung einzuladen und zu ehren. Am vergangenen Samstag kamen die Senioren, alle über 70 Jahre alt, auf Einladung der Pfarrei und des Pfarrgemeinderates wieder im Kettelerhaus zusammen, um bei Kaffee und Kuchen Erinnerungen auszutauschen und einen vergnüglichen Nachmittag zu verbringen. Vorausgegangen war eine gemeinsame Messfeier in der Pfarrkirche. Pfarrer Saju Thomas stellte in den Mittelpunkt seiner Predigt das Gottvertrauen, das auch in schwierigen Phasen des Lebens Halt und Trost gibt. Wer auf die Hilfe Gottes baut, kann sein Leben gelassener führen, und in dunklen Stunden in der Gewissheit leben, nicht allein zu sein,
Über 90 Senioren aus der Pfarrei waren der Einladung gefolgt und versammelten sich anschliessend im großen Saal des Kettelerhauses zu Kaffee und Kuchen. Der Frauenbund der Pfarrei hatte die Vorbereitungen und die Bewirtung übernommen. Bürgermeister Gerd Geismann hob in seinem Grußwort die Bedeutung der Senioren für das Gemeinwesen und die Stadt Sulzbach-Rosenberg hervor. Auch Pfarrer Saju und Evi Rauch, die Vorsitzende des katholischen Frauenbundes, begrüssten die Gäste.
Der Sprecher des Pfarrgemeinderates, Richard Beer, schlug in seiner Begrüssung einen Bogen von der wirtschaftlichen Not der Kriegs- und jungen Nachkriegszeit, die alle Senioren miterlebt hatten, über den ständig steigenden Wohlstand bis zur aktuellen wirtschaftlichen Situation, die eine Zäsur in unserer Wohlstandsgesellschaft bedeuten könnte.
Oftmals fehle der jüngeren Generation das Gespür, unser Leben mit weniger Anspruchsdenken und mehr Dankbarkeit anzureichern. „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel“, laute ein altes Sprichwort, und die Ereignisse des letzten Jahres bestätigten dieses Sprichwort.
Viele Lebensmittel würden heute achtlos behandelt und aus Überfluss entsorgt. Den Wert eines puren Stück Brotes könne nur derjenige ermessen, dem es daran jemals gemangelt habe.
Richard Beer erinnerte daran, dass in vielen Ländern dieser Welt Armut und Hunger immer noch Alltag seien. Insofern sollte nicht vergessen werden, die jüngere Generation zu mehr Achtung vor den Gaben der Natur und Schöpfung anzuhalten. Die Senioren könnten mit Ihrer Erfahrung aus den Kriegstagen und der Nachkriegszeit einen Beitrag zu dieser Sensibilisierung leisten.
Die Tanzgruppe der KAB-Senioren unter Leitung von Marianne Stubenvoll hatte zwei schwungvolle Tänze einstudiert, die alle Anwesenden zu beschwingtem Mitschunkeln animierte. Die beiden Teenager Miriam und Nina trugen auf Ihren Querflöten zwei besinnliche Instrumentalstücke vor.
Gegen Ende des offiziellen Programmes wurden, stellvertretend für alle, die drei ältesten Anwesenden mit je einem Blumenstrauss geehrt. Die älteste Katholikin der Pfarrei ist mit 96 Jahren Frau Magdalena Hüttner. Weiterhin wurden Frau Anna Wagemann und Frau Margarete Zimmermann geehrt. Pfarrer Saju Thomas beendete den gelungenen Ehrentag mit einer humorvollen Betrachtung politischer Einstellungen.



Die drei ältesten anwesenden Senioren der Pfarrei, umrahmt von den Organisatoren. Sitzend von links: Margarete Zimmermann, Magdalena Hüttner, Anna Wagemann; Stehend von links: Evi Rauch, Maria Pilhofer, beide Frauenbund, PGR-Sprecher Richard Beer, Bürgermeister Gerd Geismann, Erika Beer, Pfarrer Saju Thomas.




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