Die Reise nach Indien

Im NORDEN

Tempel, Moscheen, Bad im Ganges, unvorstellbare Armut, Chaos auf den Straßen …
diese Schlagwörter lassen sich beliebig fortsetzen. Sie treffen exakt auf das uns so fremde, geheimnisvolle Land Indien zu. In der Pfarrei Herz Jesu in Rosenberg wurde Pfarrer Saju vom Pfarrgemeinderat mehrfach gebeten, eine Reise in sein Heimatland zu organisieren. Er stimmte schließlich zu. Zahlloser Vorbereitungen bedurfte es, um mit tatkräftiger Hilfe von Frau Brigitte Heller dieses verlockernde Unternehmen zu starten. Der zeitliche Ablauf soll Grundlage für diesen Reisebericht sein.

Ab München starten wir mit Airbus A 380 der Fluggesellschaft „The Emirates Airline“. Dieses größte Passagierflugzeug weltweit hat Platz für 800 Reisende verteilt auf 2 Stockwerke. Jeder Passagier hat vor sich einen Monitor, welcher die Flugbahn geografisch aufzeichnet. Nach Zwischenaufenthalt in Dubai bringt uns ein kleinerer Airbus zum Flughafen in New Delhi. Als wir den klimatisierten Flughafen verlassen, schlägt uns eine schweißtreibende Hitzewelle von 38° mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit entgegen. Mit einem Blumengebinde und einem roten Tupfer auf die Stirn heißt man uns willkommen. Nach einem üppigen Abend-Buffet und weil wir 27 Stunden kaum geschlafen haben, fällt jeder todmüde ins Bett.

Mit einem dreifachen Reifenwechsel im Monsunregen beginnt der nächste Morgen. Weil unser Busfahrer falsch geparkt hatte, wurden ihm kurzerhand die Reifen zerstochen. Unser Ziel ist eine Missionsschule in Kuwakhera. Wir fahren durch Außenbezirke und erleben so richtig das Verkehrschaos Delhis. Einige Bemerkungen zum Thema Straßenverkehr: Linksverkehr, beidseitig vierspurig, dichter geht´s nicht, oft nur wenige cm Abstand, ständige Spurwechsel, unzählige KleinPKWs, zusätzliche Stoßstangen, permanentes Hupkonzert, Abgase, Busse mit offenen, oft zerbrochenen Fenstern, uralt, total überfüllt, Hühner eingepfercht in viel zu engen Käfigen, Fahrradrikschas, gelbgrüne Dreiradtaxis, „Tuk-Tuks“, hoffnungslos überfüllt, immer wieder Kühe, seelenruhig stehend und liegend auf der Straße, die vorsichtig umfahren werden, Motorroller mit 4-, ja 5-köpfiger Familie.
Neben der Straße ein etwa 30 Meter breiter Streifen Land, übersät mit Unrat, darauf Schweine, ferner streunende Hunde und Kinder, die etwas noch Brauchbares suchen, dahinter Zelte und heruntergekommene Häuser, in denen Großfamilien wohnen.

Doch zurück zur Missionsschule, die der indischen Ordensgemeinschaft IMS ( Indian Mission Society ) gehört. Es war wohl ein Jahrhundertereignis für die Kinder und auch die Bewohner dieses Dorfes. Rasch sind wir umringt. Auf einer Bühne wird uns ein“warm welcome“ zuteil in Form von Tänzen, Liedern und pantomimischem Spiel. Einige der Reiseteilnehmer haben hier zum ersten Mal Gelegenheit ihre Patenkinder und deren Familien persönlich kennen zu lernen. Diese Begegnungen sind überaus herzlich und sehr bewegend. Später sind wir eingeladen zu einer Besichtigung der Nachbarhäuser sowohl von christlichen wie auch islamischen Familien, die in Freundschaft nebeneinander leben. Die Priester, Nonnen und Lehrer hier leisten nicht nur seelische, sondern auch praktische, tätige Hilfe. Dasselbe fruchtbare Wirken spüren wir auch in weiteren Missionshäusern im Süden Indiens, wo Menschen mit all ihren Nöten kommen dürfen, wo ihnen tätig geholfen wird und wo man sich seelisch kranker Frauen annimmt. Bleibt noch zu erwähnen, dass Pfarrer Saju in obiger Missionsschule als Seelsorger, aber auch als praktischer Helfer mehr als fünf Jahre tätig war.

Nunmehr aber zu den mit Spannung erwarteten kulturellen und architektonischen Highligths, die überwiegend im Bundesstaat Rajasthan liegen. Für uns alle war natürlich das Taj Mahal unser absolutes Traumziel, noch dazu unter einem strahlend blauen Himmel. Für einen Moment verschlägt es uns die Sprache. Großmogul Shan Jahann ließ es zum Gedenken an seine erst 39ährige Lieblingsfrau erbauen, die bei der Geburt ihres 14. Kindes starb. Am Bau beteiligt waren 20000 Handwerker und 1000 Transportelefanten. Es besteht aus weißem Marmor und 28 verschiedenen Edel- und Halbedelsteinen. Die 4 Minarette sind etwas nach außen geneigt, um bei einem Erdbeben nach außen zu stürzen.

Bei erneut glühender Hitze besuchen wir den Akshardkam Tempel. Er erstreckt sich über eine Fläche von 1oo Hektar. Dieses neue Bauwerk wurde 2005 eröffnet. Tausende von Touristen bestaunen die Darstellungen der Hindu-Mythologie. 2 km lange Kolonnaden, 2oo Säulen und viele Sockel aus Steinelefanten sind Blickfänger. Fotografieren ist leider verboten.

Ein nachdenklich stimmender Gang durch Slums schließt sich an. Devise: Zusammenbleiben, keine Geschenke, sonst Menschenauflauf und Bettelszenen. Wieder Ruinen, unfertige Häuser, z. B. ohne Dächer, tief hängendes, chaotisches Kabelgewirr, finstere, aber auch freundliche Blicke. Gott sei Dank, wir sind durch ohne Probleme.

Eine eindrucksvolle Festung Fatepur Sikri, genannt die Geisterstadt, ist unser nächstes Ziel, erbaut im 16. Jh. von Maharadscha Man Singh. Paläste, Terrassen, Gärten, wuchtige Mauern im Sandsteinrot. Wurde nach 15 Jahren bereits wieder verlassen wegen Mangel an Wasser, daher „Geisterstadt“.

Am nächsten Morgen erwartet uns ein besonderes Erlebnis: Unser Bus kann nur bis zu einem Parkplatz fahren unterhalb des Forts Amber. Den Aufstieg erleben wir jeweils zu zweit auf einem Elefantenrücken. Bequem war´s nicht, ein rechtes „Hin- und Hergeschaukle“, denn unser Dickhäuter muss einen unebenen, steilen Weg gehen. Ohne Festhalten wären wir ganz sicher mehrmals abgestürzt. Einige kommen „bleichgesichtig“ an. Obwohl bereits bezahlt, erinnert uns der Elefantenführer nachdrücklich an ein Bakschisch, das wir ihm aber gerne geben. Das Fort wirkt gewaltig mit seinen riesigen Wällen. Wir bestaunen weite Innenhöfe, Wasserbecken, spezielle Wintergebäude mit Lüftungsleitungen und insbesondere Spiegelintarsien. Zu bestaunen ist auch ein Rollstuhl für eine Mogulin. Sie war so sehr mit Schmuck behängt, dass sie selbst nicht mehr zu gehen vermochte. Wieder draußen bedrängen uns die „Geier“. So nennt unser Reiseführer die Andenkenverkäufer, die hier so lästig sind wie noch nie.

In der Stadt Jaipur sehen wir den Stadtteil Pink City, den Palast der Winde und besuchen das Observatorium Jantar Mantar, eines Astronomen des 18. Jh,. der u. a. eine riesige steinerne Sonnenuhr errichtete, welche bis heute die Uhrzeit bis auf 2 Sekunden genau anzeigt.

Der Besuch einer Weberei und eines dazu gehörigen Teppichgeschäftes unterbricht kurzfristig unser „Tour de culture“. Zunächst erleben wir handwerkliche Fertigkeiten wie das Aufspulen der Baumwolle, dann die Knüpftechnik für Teppiche und schließlich eine spezielle Stempeltechnik.. Eine Etage höher rollt man Teppiche in schillernden Farben und unterschiedlichen Größen für uns aus. Echt günstige Preise bewegen so manchen zum Kauf.

Das Rote Fort ist unser nächstes Ziel. Fassungslos betrachten wir diese mächtige Festungsanlage. Die trutzigen Tore, die kilometerlange Ausdehnung der Mauern, die weiten Plätze, die gepflegten Grünanlagen und kunstvolle Steinmetzarbeiten, erbaut wiederum von den Mogulkaisern und deren Nachfolgern. Die zentralasiatische Herkunft der Mogule, ihr Macht heischendes, freundliches Zusammenarbeiten mit den regionalen Maharadschas, ihr Aufstieg, aber auch ihr Niedergang, würde den Rahmen dieser Reisebeschreibung sprengen.

Noch ein letzter Tag in Sachen Kultur steht uns bevor. Nach einer 250 km langen Anfahrt ( Jaipur – Delhi ) Dauer etwa 6 Stunden, erreichen wir als erstes den Lotus Tempel, Zentrum einer noch jungen Religionsgemeinschaft namens BAHAI, entstanden in den 80iger Jahren, die sich ohne Gottglauben nur allgemein freundschaftliche und hilfsbereite Menschlichkeit zum Ziel gesetzt hat. Die Architektur des Tempels gleicht stark der des weltbekannten Opernhauses in Sydney.

Nächstes Ziel ist der Besuch der Jama Masjid, der größten Moschee Indiens, an architektonischer Extravaganz wohl nicht zu überbieten. Dem Ausziehen der Schuhe folgt eine weitere Leibesvisitation. Unsere Damen müssen ein Tuch um den Körper wickeln und auch die kurz“behosten“ Männer eine Art Badetuch um ihre nackten Beine. Das malerische Aussehen unserer „indischen Mädels und Jungs“ erregt Heiterkeit und veranlasst zahlreiche Fotoschüsse. Auch hier wieder klare geometrische Architektur. Erneut bemerken wir echte, tiefe Frömmigkeit

Danach sollte ein noch „bewegenderes“ Erlebnis uns so richtig durchrütteln, nämlich eine Rikschafahrt. Ein junger Inder, superschlank und „drahtig“ fährt mit uns auf einem harten hölzernen Doppelsitz durch enge von Passanten, Händlern und Kleinfahrzeugen nur so wimmelnde Gassen. Trotz seiner Fahrkünste kann er es nicht vermeiden, dass er mehrmals auf seinen Vorgänger auffährt, für uns jedes Mal ein unliebsamer Ruck. Ein ordentliches Bakschisch war der Lohn für seine große Mühe.

Danach wird es wieder ernst für uns. Wir lernen die Gedächtnisstätte von Mahatma Gandhi kennen. Ehrfürchtige Stille herrscht allenthalben. Sein Name bedeutet „Große Seele“. Lebenslauf und politisches Wirken aufzuzeichnen würde wiederum den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Sein Lebenswerk, seine Zähigkeit, seine Hungerstreiks und sein unablässiges Eintreten für Gewaltlosigkeit bewirkten schließlich das Ende der britischen Herrschaft. Die Teilung Indiens in Indien und Pakistan brachte ihm den Tod durch einen fanatischen Hindu. Die einfache Gedächtnisstätte entsprechend seiner einfachen Lebensweise ist der Ort seiner Verbrennung. Seine Asche wurde im Ganges verstreut.,

Noch einmal müssen wir uns einer Änderung unserer Kleidung unterziehen. Dieses Mal in einer Anbetungsstätte der Religion der Sikhs. Besucher aller Religionen, ungeachtet ihrer Hautfarbe und ihrer Kaste, sind jederzeit willkommen. Jedem von uns wird ein Kopftuch umgebunden. Die Anhänger dieser Religion sind stets erkennbar an ihrem kunstvoll gebundenen Turban. Fünf Merkmale verlangt diese Religion von den Männern: Langes Haar und Vollbart, einen Kamm, ein Armband, einen Dolch gegen die vermeintlichen Feinde aus dem Islam. Ihre Frauen sind gleichberechtigt. Die Sikhs sind ein selbstbewusster, tüchtiger und erfolgreicher Volksstamm. Tüchtige Händler, Handwerker, aber auch Politiker stammen aus ihren Reihen. Für viele Tausende mittelloser Inder bereiten sie Tag für Tag kostenlose Speisen.



 



 



 



 



 



EINE WOCHE IM SÜDEN

Mancher von unserer Truppe mag sich gewundert haben, dass wir eine Woche weit im Süden Indiens verbringen werden, einem Landstrich, welcher, was Sehenswürdigkeiten betrifft, bei uns hierzulande gänzlich unbekannt ist. Bei einem Zwischenflug von Neu Delhi nach Cochin legen wir mehr als 2000 km zurück. Unterschiede zwischen dem Norden und dem Süden fallen sehr rasch auf. Während im Norden die Architektur begeistert, ist es im Süden die Schönheit der Landschaft und das Wachstum einer Vielfalt exotischer Früchte. Drei verschiedene Regionen prägen das Gesicht dieses Landes. Nahe der Millionenstadt Cochin befindet sich eine ausgedehnte Lagunenlandschaft, dekoriert förmlich von Abertausenden von Palmen. Zum Zweiten ein sehr weites Urwaldgebiet, welches sich erstreckt bis auf eine Höhe von über 2000 Metern. Fast alle Gewächse sind Nutzpflanzen für die dort lebenden Bewohner. Die nun folgende Aufzählung ist ganz gewiss nicht vollständig: Bananensträucher, Kautschuk-, Kakao-, Teakholz-, Mahagoni-, Mango-, Feigen- und Gummibäume, Ananas-, Kurkuma-, Kardamom-, Koriander- und vor allem Pfeffersträucher. Die Bewohner dieses Küstenstriches sind nicht so arm wie Millionen Nordinder. Viele haben sich mitten im oben genannten Urwald angesiedelt. Noch vor 50 Jahren erhielt man dazu das Recht, allerdings unter der Voraussetzung, nicht mehr als eine private Nutzfläche urbar zu machen. Anfänglich lebten diese Familien in Baumhäusern zum Schutz vor wilden Tieren, die es in diesem Urwald auch gibt. Nahe der Südspitze Indiens zum Dritten schließlich lernen wir das „backwater“, kennen. eine Landfläche, unter dem Meeresspiegel gelegen, wenn auch nur wenige Zentimeter, durchzogen von Kanälen und breiten Gewässern, die ausschließlich dem Reisanbau dient. Nach dieser allgemeinen Betrachtung werde ich mich wieder an den zeitlichen Ablauf unserer Erlebnisse halten.

Der Landung. in Cochin folgt die Besichtigung der Basilika Unserer Lieben Frau von Ransom, eines berühmten Wallfahrtszentrums. Die Ursprünge dieser Kirche gehen zurück auf Vasco da Gama. Ein verehrtes Bild der Jungfrau Maria soll übernatürliche Kräfte besitzen. Cochin selbst ist eine lebendige Hafenstadt. Das Christentum hier ist älter als in Europa, da es bereits der Apostel Thomas im Jahre 52 n. Chr. hierher gebracht haben soll. Nachmittags haben wir Zeit zum Shopping: Reichlich Interesse finden Kunsthandwerk, Seidentücher, Schmuck und Lederwaren. Bei einem Spaziergang entlang des Indischen Ozeans erfahren wir Interessantes über das Fischen mittels chinesischer Fischernetze. In der St. Francis Kirche sehen wir das Grabmal Vasco da Gamas, dessen Gebeine allerdings in einer Kirche in Lissabon aufbewahrt werden.

Ohne es zu wissen, sollte der nächste Tag ein Höhepunkt für uns werden. Nach langer Anfahrt durch den weiter oben erwähnten fruchtbaren Urwald erreichen wir das Heimathaus und die Familie unseres Pfarrers mitten im Urwald in schöner Lage und mit eben solchem Ausblick. Herzliches Begrüßen und Umarmungen werden uns zuteil. Für jeden gibt es sogleich ein Glas kühles Bier, eine Labsal bei der Wärme. Sodann stellt Pfarrer Saju uns seine Familie vor, die Eltern und seine 3 Brüder mit ihren Familien. Wir dürfen das stattliche Haus besichtigen, steigen zur schattigen Veranda hoch. Ein fantastisches Menü für uns alle mit mehreren Gängen schließt sich an. Unterhaltung, Fragen, Erklärungen und Staunen bewirken eine zauberhafte Stimmung. Zum Abschluss. gibt es Geschenke in Form von indischen Gewürzen und zum Teil auch zusätzliche Einkäufe. Sie lassen die Zeit viel zu schnell vergehen. Die Fahrt geht weiter über einen Pass mit vielen Spitzkehren, die unserem Chauffeur absolutes Können abverlangen.

Unser nächstes Hotel liegt mitten in einem Wildpark. Dieses Naturschutzgebiet namens Periyar umfasst 777qkm und ist vor allem zum Schutz von Tigern und wildlebenden Elefanten eingerichtet worden, natürlich auch für viele andere Tierarten. Vor mehr als hundert Jahren ist durch Errichten eines Staudamms ein ausgedehnter See entstanden, der sich mitten im Reservat befindet. Eine 90minütige Bootsfahrt bringt uns immer in die Nähe wechselnder Uferpartien. So können wir Hirsche, Bisons, Wildschweine und einen Leguan erblicken. Auf den Stümpfen toter Bäume, die nach mehr als hundert Jahren immer noch gespenstisch aus dem Wasser ragen, sitzen Großkormorane, die teils sogar im Nest brüten. Auch Eisvögel bekommen wir zu Gesicht. Elefanten und Tiger scheinen sich nicht für uns Europäer zu interessieren.

Wiederum am nächsten Morgen erreichen wir während unserer Weiterfahrt das Pilgerzentrum der Hl. Alphonsa, einer Klosterfrau, die mit großer Geduld und Demut körperliche und seelische Schmerzen ertrug. Sie wurde 2008 als erste Inderin von Papst Benedikt, dem XVI. heilig gesprochen.

Nach der Feier einer Hl. Messe im Zentrum der IMS in Alleppey setzen wir unsere Reise in die Region des „backwater“ fort. Unser Hotel liegt dieses Mal auf einer Insel, zu der wir im Boot hinüberfahren. Tags darauf erleben wir eine erneute Bootsfahrt in einem Hausboot. Es geht durch palmengesäumte Wasserstraßen, vorbei an Fischerbooten und Entenfarmen. Menschen winken uns freundlich zu.

Am Nachmittag besichtigen wir eine Cashewnuss Fabrik. Nachdenklich verlassen wir sie, nachdem wir gesehen haben, unter welchen sehr harten Arbeitsbedingungen dort hauptsächlich Frauen für einen kläglichen Lohn arbeiten müssen. Meist im Schneidersitz müssen sie die durch Röstung rußgefärbten Schalen der Nüsse abklopfen oder abziehen und auch noch eine zähe Haut darunter entfernen. Alles ist extrem schmutzig und sehr heiß.

Welche Freude! Die beiden letzten Tage sind zur Erholung vorgesehen. In einem Hotel mit ausgelagerten Bungalows verbringen wir unsere Zeit mit Sonnenbaden, Schwimmen im Indischen Ozean und Faulenzen.

Wieder ist es die Emirates Airline, die uns in 2 Etappen zurück nach München bringt. Ein Resumee über unsere ausschließlich 4-und 5 Sterne-Hotels sei abschließend noch erlaubt: Blitzsauber, moderne technische Ausstattung, freundliches Personal, eindrucksvolle Empfangshallen, Frühstück und Abendbuffets verlockend, wohlschmeckend, landestypisch.

Alle diese abwechslungsreichen Eindrücke haben wir unserem Pfarrer Thoma Saju zu verdanken. Er hat auch schon zahlreiche telefonische „Feedbacks“ erhalten, die von „fürsorglich wie eine Mutter“,“sehr eindrucksvoll“ über „Vormeldung für nächstes Mal“ bis zu „keine Fernreise mehr, weil diese nicht zu toppen ist“, reichen.. Unser bewegendes Dankeschön hat er beantwortet mit seinem bayerischen Lieblingsausdruck: „Basst scho!“




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