Gesundheitsamt informiert Eltern

In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Amberg-Sulzbach lud der katholische Herz Jesu Kindergarten und der evangelische Kindergarten "Guter Hirte" zum Elternabend ein. Nachdem in den Kindergärten die Suchtprävention mit den Kindern durch das Theaterstück "Mäxchen trau dich" angelaufen war, sollten auch die Eltern informiert werden. Diplom-Sozialpädagoge Gerhard Fleischmann vom Gesundheitsamt Amberg-Sulzbach referierte über das Suchtverhalten und die Suchtvorbeugung.

Der Referent begann mit einer Aufgabe für die Eltern: Aus 30 verschiedenen Eigenschaften die ein Kind haben kann die fünf wichtigsten auszuwählen. Als Ergebnis denken die meisten Eltern, dass ein Kind selbstsicher, konfliktfähig, belastbar, phantasievoll und sozial sein sollte um das Leben gut meistern zu können.



 



Da sich diese Eigenschaften aber nicht von selbst entwickeln, sind die Eltern und Erzieher stark in die Verantwortung genommen. Das gute Beispiel und Vorbild ist deshalb besonders gefragt. Deshalb wandte sich der Referent mit einigen Fragen an die Eltern. Zum Beispiel: Wie bewältige ich meine Konflikte und wie belastbar bin ich?

Er nannte einige wichtige Erziehungsmittel: Die Förderung der Eigenverantwortung. Eine abwechslungsreiche Gestaltung der Freizeit. Förderung von Kontakten in Kindergarten, Vereinen und im kirchlichen Leben. Verantwortungsvoller Umgang mit Süßigkeiten und Fernseher. Konsequentes setzen von Grenzen.

"Hinter jeder Sucht steckt eine Sehnsucht" so der Referent und deshalb ist es wichtig nicht nebeneinander sondern miteinander zu leben und auch die Kinder mit ihren Wünschen, Ängsten und Sehnsüchten ernst zu nehmen.

Auch Kinder haben Wünsche, welche Eigenschaften ihre Eltern haben sollen und so ergab eine groß angelegte Umfrage folgendes Ergebnis: Heiter, gerecht, geduldig, anschaulich, gütig, konsequent, kameradschaftlich, streng, elegant, sportlich. In dieser Reihenfolge wünschen sich die Kinder ihre Eltern.

Auch wir sind ständig gefordert nicht nur unsere Kinder sondern auch uns zu erziehen, dann klappt es auch mit der Vorbildfunktion und wir geben den Kindern den richtigen Weg vor.




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