Ministranten erkunden Rom

47 Ministrantinnen und Ministranten aus den beiden Stadtpfarreien St. Marien und Herz Jesu erkunden gemeinsam die Ewige Stadt.

Gemeinsam mit ihren Busbegleitern Kaplan Daniel Fenk und Gemeindereferent Martin Melchner nahmen sie an der Internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom teil und kehrten mit überwältigenden Erlebnissen zurück. Eine Woche voller Programmhighlights lässt die Minis von Rom schwärmen. Insgesamt haben sich aus der Diözese Regensburg über 5500 Minis auf den Weg nach Rom gemacht. Nach der eintägigen Anreise konnten die Minis am Abend ihr Viersternehotel Cristoforo Colombo in einem Vorort von Rom beziehen.

Der erste Tag in Rom stand im Zeichen der Eröffnung und der ersten Eindrücke von Rom, so ging es wie jeden Tag mit der U-Bahn ins Stadtzentrum. Zum Eröffnungsgottesdienst der Wallfahrt kamen alle Regensburger Ministranten in der Lateranbasilika zusammen. Diözesanbischof Rudolf Voderholzer, der überwältigt war von der großen Teilnehmerzahl, die eine der größten Kirchen Roms bis auf den letzte Platz füllten, hielt den Gottesdienst und dankte allen Ministrantinnen und Ministranten für ihren treuen Altardienst. Am Nachmittag standen die Sehenswürdigkeiten in der Stadt auf dem Programm. So wurde in einem Stadtspaziergang beginnend von der Spanischen Treppe, der Trevibrunnen, die Piazza Navona und das Pantheon sowie die Kirche Santa Maria Sopra Minerva besichtigt. Natürlich war auch genug Zeit für eine leckeres Eis in der besten Eisdiele von Rom, bei Giolitti. Den Abend ließen die Minis gemütlicher ausklingen. Nach dem Abendessen gab es jeweils ein gemeinsames Treffen um auf den Tag zurück zu blicken, ein Abendlob zu feiern und das Programm für den nächsten Tag zu besprechen. In gemütlicher Runde klang der Abend im Freien aus.



 47 Ministrantinnen und Ministranten vor dem Petersdom bei der Papstaudienz mit ihren Busbegleitern (Kniend von links) Gemeindereferent Martin Melchner und Kaplan Daniel Fenk



Mit der Papstaudienz stand am nächsten Tag bereits der absolute Höhepunkt der Ministrantenwallfahrt an. Am Vormittag erklommen die Minis das Nationaldenkmal an der Piazza Venezia um den Blick über die Stadt Rom zu genießen. Nach einer Mittagspause und einer ausgiebigen Siesta im Park am Pincio machte sich die Gruppe erfrischt und gestärkt auf den Weg zum Petersplatz. Bis auf die letzten Plätze war der Platz mit über 60 000 Ministranten gefüllt. Die Stimmung war großartig, als der Papst durch die Reihen gefahren ist und gefühlt jeden Besucher einzeln begrüßt hat. Die ungeheure Ausstrahlung von Franziskus hat alle Minis sehr begeistert. Direkt an den Sulzbach-Rosenberger Minis ist der Papst mit seinem Papamobil vorbeigefahren. Nach einem kurzen Abendgebet stellte sich der Papst in einem Interview den Fragen der Ministranten und gab Rat und Tipps wie für junge Menschen der christliche Glaube zur Hilfe im Leben wird. Nach der abendlichen Audienz machten sich die Sulzbach-Rosenberger Minis auf den Weg in einem nahe gelegene Pizzeria um ihre Eindrücke und Fotos von der Papstaudienz auszutauschen und das italienische Essen zu genießen.

Das Besichtigungsprogramm startete am dritten Tag im Zentrum des antiken Rom. Wie mit einer Zeitmaschine versetzte sich die Gruppe in die Zeit der Kaiser und Senatoren, der Gladiatoren und ersten Christen. Der Palatin beeindruckte die Minis sehr, obwohl nur noch Ruinen zu sehen sind, kann man sich die Größe und Pracht aus Roms Blütezeit gut vorstellen. Besonders eindrucksvoll war der Blick auf den Circus Maximus, das Kolosseum und das Forum Romanum.

Am Nachmittag ging es weiter zum Petersplatz. Mit Staunen und Ehrfurcht vor der Größe und Bedeutung des Ortes besichtigten die Minis den Petersdom, die größte Kirche der Welt. Anstrengend aber lohnenswert war der Aufstieg zur Kuppel, der mit einem grandiosen Ausblick über die Stadt belohnt wurde. Den Tag ließen die Minis gemütlicher ausklingen. Der Hotelpool bot eine willkommene Abkühlung bei den tropischen Temperaturen.



 Direkt in der ersten Reihe fährt Papst Franziskus an den Sulzbach-Rosenberger Minis vorbei und gibt den Segen.




Am letzten Tag stand der Abschlussgottesdienst in St. Paul vor den Mauern auf dem Programm.

Viele Ministrantinnen und Ministranten, auch aus Sulzbach-Rosenberg wurden ausgelost und bekamen die Möglichkeit im Gottesdienst zu Ministrieren, was vor so vielen Minis eine große Aufregung aber auch eine besondere Ehre ist. Weihbischof Josef Graf hielt den bewegenden Gottesdienst um für die schöne gemeinsame Zeit zu danken, die gute Gemeinschaft und die vielen neuen Erlebnisse und Eindrücke. Weitere Minis durften im TV-Team mitwirken, um den Gottesdienst für alle sichtbar auf die Großleinwände zu bringen oder mit Ordnerdiensten das Organisationsteam zu unterstützen.

Anschließend ging es mit dem Bus nach Ostia, der Hafenstadt von Rom, um in einem Strandbad bei Sonne, Strand und Meer die Tage in Rom würdig ausklingen zu lassen. Am letzten Tag stand nur die Heimreise auf dem Programm. Erschöpft aber glücklich kehrten alle Ministranten aus Sulzbach-Rosenberg mit vielen tollen Erlebnissen und Fotos zurück und wurden von ihren Familien und der Pfarrgemeinde herzlich empfangen.



 Einige Minis aus Sulzbach-Rosenberg wurden ausgelost und durften im Abschlussgottesdienst ministrieren. (siehe Interview)



 David und Elias (von links) dürfen als Kameraleute den Abschlussgottesdienst in St. Paul vor den Mauern filmen und für 5500 Ministranten auf 6 Großleinwände übertragen.



Interview



Zwei Interviews zu den besonderen Diensten beim Abschlussgottesdienst in St. Paul vor den Mauern:

Zum Ministrantendienst: Lorena (13), Ministrantin St. Marien Sulzbach

"Am ergreifendsten war es für mich vor so vielen Ministranten durch den Mittelgang zu ziehen und die Gaben zum Altar zu bringen. 5500 Menschen blicken auf einen, da fühlt man sich wie Berühmt. Ich bin froh die Chance bekommen zu haben in so einer großen Kirche ministrieren zu dürfen.



Zum TV-Team: Elias (15), Ministrant Herz Jesu Rosenberg

"Die Anfrage im TV-Team mitzumachen habe ich gerne angenommen. Nach einer kurzen Einweisung in die Kameratechnik durfte ich Filmen wie ich wollte. Ich hatte einen super Platz im Altarraum, wo ich den vollen Überblick und alles im Blick hatte."




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