Traditionell feiert die Pfarrei Herz-Jesu Rosenberg am letzten Sonntag im September ihr Erntedankfest. Wie bei so vielen Veranstaltungen in diesem Jahr musste auch dafür der gewohnte Ablauf umgestellt und auf die Bedingungen der COVID-19-Epidemie abgestimmt werden. Der ursprünglich im Freien geplante Gottesdienst musste aufgrund der ungünstigen Wetterprognosen kurzfristig in die Pfarrkirche verlegt werden. Dafür wurde am Sonntag ein weiterer Gottesdienst am Morgen angeboten, um möglichst vielen Gläubigen die Teilnahme zu ermöglichen. Der Hauptgottesdienst für Familien war sehr gut besucht. Vor allem viele Familien mit ihren Kindern fanden den Weg in die Pfarrkirche. Leider konnten einige Gläubige nicht mehr eingelassen werden und mussten wieder den Weg nach Hause antreten, da die maximale Teilnehmerzahl nicht überschritten werden durfte.

Pfarrer Saju bedauerte dies sehr, verwies aber auf die Notwendigkeit der Einhaltung der Hygiene-, Abstands- und Maximalbelegungsrichtlinien. Zu danken gebe es viele Gelegenheiten, auch an anderen Sonntagen mit meist weniger Andrang sind die Gläubigen jederzeit in der Pfarrkirche willkommen.



 Pfr. Saju zelebriert die hl. Messe



Im Mittelpunkt des Familiengottesdienstes, der musikalisch vom Spontanchor umrahmt wurde, stand der Dank für eine gute und erfolgreiche Ernte. Dabei gelte es nicht nur für die Ernte im eigenen Garten oder für die vielen Lebensmittel in ursprünglicher oder veredelter Form zu danken, sondern auch für die Arbeit, die den Lebensunterhalt sichert, oder für die Gesundheit, derer sich die meisten Menschen trotz der Epidemie erfreuen können. Im Dialog mit den anwesenden Kindergartenkindern wurde auch der Dank für die fürsorglichen Eltern hervorgehoben.

Die reiche Ernte sei nicht nur das Resultat des menschlichen Fleißes allein, sondern auch die Gnade Gottes. Wenn der Herrgott das Wachstum nicht schenkt, ist unsere Arbeit umsonst. Darum müssen wir immer dankbare Menschen sowohl Gott als auch unseren Nächsten gegenüber sein, so Pfarrer Saju in seiner Predigt.

Der Liturgieausschuss des Pfarrgemeinderates hatte mit den Gaben der Pfarreimitglieder einen großen Erntealtar aufgebaut. Es waren viele Spenden an haltbaren Lebensmitteln eingegangen. Der Dank für eine gute Ernte ist auch verbunden mit dem Gedanken des Teilens für die Schwachen und Bedürftigen der Gesellschaft. So werden alle Gaben an die Amberger Tafel weitergeleitet, die sich um die Verteilung kümmern wird. Diese Aktion, ursprünglich in der Pfarrei Herz-Jesu begründet, findet mittlerweile viele Nachahmer im Landkreis.

Die Kindergartenkinder des Kneipp-Kindergartens Herz-Jesu hatten ein Lied und einen Tanz vorbereitet, in deren Mittelpunkt sie die Früchte der Erde stellten. Dafür ernteten sie den verdienten Applaus der anwesenden Gemeinde.

Die Kolpingfamilie und die Ministranten hatten je einen Erntewagen mit Obst- und Gemüse aus heimischem Anbau geschmückt. So manche Eltern oder Großeltern hatten hierfür das Gartentor geöffnet.

Der Pfarrgemeinderat kümmerte sich, wie jedes Wochenende, um den Ordnerdienst, um den Einschränkungen durch die COVID-19-Richtlinien gerecht zu werden.



 Die Kinder des Kindergartens führten einen Erntetanz vor



Der Erntealtar mit den Gaben der Gemeinde 



Erntewägen Kolping und Ministranten hatten geschmückt




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