Seit dem Jahr 2020 werden viele liebgewonnenen Rituale und jahreszeitliche Ereignisse auf eine harte Prüfung gestellt. Leider ist auch das Sternsingen, bei dem die Könige von Haus zu Haus ziehen und die Haushalte persönlich besuchen, in diesem Jahr nicht möglich. Die Kinder und Jugendlichen der Pfarrei Herz-Jesu, Ministranten und Firmlinge, wollten es sich aber nicht nehmen lassen, trotzdem für die gute Sache einzustehen. Einerseits gehört es seit Jahrhunderten zum Brauchtum, sich in orientalisch anmutende Gewänder zu kleiden und an die Geburt Jesu zu erinnern. Die Erfahrung von Gemeinschaft mit Gleichgesinnten ist für viele eine Triebfeder sich in diesen Tagen zu engagieren. Andererseits werden durch die Sternsinger auch Spenden nach dem Prinzip ‚von Kindern für Kinder‘ gesammelt. Die Pfarrei Herz-Jesu Rosenberg beteiligte sich wieder, wie die meisten katholischen Pfarreien, an der bundesweiten Aktion des Kindermissionswerkes, dem Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland. Seit nun mehr als 50 Jahren gibt es jedes Jahr ein Motto und ein jeweiliges Schwerpunktland. In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto „Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit!“. Um mit der Weihnachtsbotschaft auch die Hoffnung und die Zuversicht auf ein Bezwingen der weltweiten COVID-19-Pandemie zum Ausdruck zu bringen, steht die diesjährige Aktion unter dem Zusatzmotto ‚Heller denn je‘.

Am Neujahrstag wurden die Sternsinger der Pfarrei offiziell ausgesendet. In diesem Jahr beteiligten sich ca. 20 Kinder und Jugendliche, viel weniger als üblich, aber den besonderen Umständen geschuldet. Hausbesuche und Auftritte an zentralen Orten in den einzelnen Stadtteilen, so wie ursprünglich geplant, waren leider wegen des Lockdowns nicht möglich. Die Sternsinger waren jedoch vom Neujahrstag bis zum Festtag der Hr. Drei Könige vor und nach jedem Gottesdienst vor der Herz-Jesu-Kirche zugegen, um Weihrauchpäckchen und Aufkleber für die Haustüre zu verteilen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch Spenden für die Kinder in Schattenregionen entgegengenommen. Die Begegnung mit den Sternsingern war nicht an den Gottesdienstbesuch gebunden, die Einhaltung der bekannten Regeln zum Infektionsschutz war selbstverständlich Pflicht. Am 4. und 5. Januar fand jeweils um 17:00 Uhr eine kurze Andacht mit den Sternsingern in der Kirche statt. Wegen der Pandemie und den damit verbundenen Restriktionen wurde die Aktion vom Kindermissionswerk in diesem Jahr bis zum 2. Februar verlängert. Wer über den Dreikönigstag hinaus noch spenden will, kann dies jederzeit per Überweisung an das Kindermissionswerk oder bis zum Lichtmesstag im Pfarramt erledigen.



 




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