Die Drei-Tages-Fahrt des Katholischen Frauenbundes Rosenberg führte in 2017 in die Städte Limburg, Marburg, Herborn, Gießen und Wetzlar. Die erste Anlaufstelle der Reise war die mittelalterliche Stadt Limburg, an der Lahn gelegen. Auf dem Berg hoch über der Stadt liegt der majestätische 7-türmige Dom, in nur 20 Jahren wurde er im 13. Jahrhundert erbaut. Da die Stadt im 2. Weltkrieg nicht zerstört wurde, sind in der Altstadt die ältesten Fachwerkhäuser Deutschlands zu bestaunen, das älteste über 700 Jahre alt aus dem Jahre 1289. Die vielen aneinander gebauten Fachwerkhäuser mit ihren Verzierungen, Erkern und Schnitzereien sowie die engen Gässchen bestimmen das Bild der ehemaligen Handelsstadt. Ein weiterer Höhepunkt der Fahrt war die Besichtigung der Stadt Herborn. Durch das historische Stadttor betraten wir die mittelalterliche Stadt, die an dem Flüsschen Dill liegt. Der Altstadtkern besteht aus mittelalterlichen Fachwerkhäusern, früher wurde in der Stadt Tuch hergestellt und Handel betrieben. Großen Wert legte der damalige Landesherr bereits auf die Bildung der Bevölkerung, so wurde bereits im 16. Jahrhundert in der Stadt die Hohe Schule gegründet, die einen hervorragenden Ruf genoss. Große Bedeutung hatte auch die Universität in Marburg, die auf eine 485 jährige Geschichte zurück blicken kann. Sehenswert ist ebenso die Elisabethkirche aus dem 13. Jahrhundert, in der die heilige Elisabeth begraben liegt. Die Stadtführerin berichtete vom Leben der jüdischen Stadtbewohner bis zu ihrer Deportation in die KZ. Natürlich wurde auch die Stadt Gießen, wo die Frauen im Best Western plus untergebracht waren, erkundet. Auch hier gibt es eine über 400 Jahre, bedeutende Universität für Geistes- und Naturwissenschaften, an der auch heute noch tausende junge Menschen studieren. Benannt ist diese Universität nach dem Chemiker Justus Liebig, der als Professor in Gießen an der Universität lehrte und auf dessen Forschung der Mineraldünger zurückgeht. Anders als die bisher besichtigten Städte, wurde die Altstadt von Gießen im Dezember 1944 durch einen Luftangriff fast völlig zerstört. Anhand eines Modells und Bildern in einem Ausstellungsraum konnte man sich ein Bild von der früheren Stadt machen.



 Die Teilnehmerinnen der Fahrt beim Gruppenbild



Die letzte Station des Wochenendausfluges war die malerische Altstadt von Wetzlar. Ins Auge fällt hier der imposante Dom, der über die Jahrhunderte immer wieder erweitert wurde und an dem jede Bauepoche ihre Spuren hinterlassen hat. Erwähnenswert ist hier noch, dass der Dom seit der Reformation von evangelischen und katholischen Christen gemeinsam genutzt wird. Große Bedeutung erlangte die Stadt Wetzlar Ende des 17. Jahrhunderts, als das Reichskammergericht, das oberste Gericht des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, in der Stadt angesiedelt wurde. Auch der junge Johann Wolfgang Goethe absolvierte 1772 ein Praktikum am Reichskammergericht in Wetzlar. Seine unerfüllte Liebe zu Charlotte Buff und den Selbstmord seines Bekannten Karl Wilhelm Jerusalem verarbeitete er in seinem Roman „Die Leiden des jungen Werthers“, womit er in ganz Europa bekannt wurde. Um viele Eindrücke und Informationen reicher traten die Rosenberger Frauen am Sonntag die Rückfahrt an. Wie bereits viele Jahre vorher hatte Evi Rauch die Fahrt wieder hervorragend organisiert und geplant, so dass das Wochenende für alle ein besonderes Erlebnis war.




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