Die Drei-Tagesfahrt gehört für die Frauen des Katholischen Frauenbundes Rosenberg alljährlich zum festen Termin im September. So ging auch in diesem Jahr wieder ein Bus mit 44 Frauen und drei Männern auf die Reise, die diesmal nach Bautzen und Görlitz führte. Bereits am frühen Morgen brachen die Teilnehmer auf, um über Hof, Dresden und Pirna gegen Mittag die Sächsische Schweiz zu erreichen. Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen genossen die Teilnehmer einen Spaziergang auf der Bastei und die wunderbare Aussicht über das Elbtal. Nachdem das Quartier in Bautzen bezogen war, erfuhren die Rosenberger Besucher bei einer Stadtführung durch die historische Altstadt, mit liebevoll renovierten Häusern und Fassaden und mit engen, mittelalterlichen Gassen, viel Interessantes und bisher auch Unbekanntes über die mehr als tausendjährige Geschichte Bautzens. So ist Bautzen das kulturelle und politische Zentrum der Sorben in der Oberlausitz. Das kleine slawische Volk hat seine Sprache, seine Traditionen, seine Folklore und viele Bräuche bis heute beibehalten. Erwähnenswert ist auch der Dom St. Petri, der bereits seit 1524 als Simultankirche von katholischen und evangelischen Christen gemeinsam genutzt wird.

Am nächsten Morgen ging es zuerst nach Zittau zur Ausstellung der Zittauer Fastentücher. Das große Zittauer Fastentuch stammt aus dem Jahr 1472, ist ca. 56 qm groß und zeigt 90 Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Mit diesem Fastentuch wurde während der Fastenzeit der Altarraum der Zittauer St. Johanniskirche verhüllt. Das kleine Zittauer Fastentuch ( ca. 15 qm) stammt aus dem Jahr 1573 und wurde als einziges Fastentuch überhaupt von einer evangelischen Kirchengemeinde in Auftrag gegeben. Es zeigt die Kreuzigungsszene, umrahmt von ca. 40 Symbolen der Passion. Anschließend ging es weiter zum Kloster St. Marienthal, wo ein kleiner Spaziergang unternommen werden konnte. Der Besuch der Klosterkirche war wegen des Hochwassers der Neiße im Jahr 2010 noch nicht möglich. Danach stand die Besichtigung der Stadt Görlitz, die nur durch die Neiße von Polen getrennt wird, auf dem Programm. Auch hier konnten sich die Frauen durch einen kompetenten Stadtführer einen Eindruck von der wunderschön restaurierten Altstadt, die von böhmischen, sächsischen, preußischen und schlesischen Einflüssen geprägt ist, machen. Nach einem gemeinsamen Abendessen im Hotel ließen Etliche den Abend bei einem Glas Wein oder Bier in einer der vielen Gastwirtschaften in der Altstadt ausklingen.

Am dritten Tag wurde der Park des Fürst Pückler in Bad Muskau besucht. Der Park, der 1815 von Herman Fürst von Pückler-Muskau angelegt wurde, erstreckt sich beidseitig entlang der Neiße über eine Fläche von 830 Hektar und ist inzwischen UNESCO-Weltkulturerbe. Durch eine Führerin wurde den Besucherinnen das Leben des Fürst Pückler und die Geschichte des Parkes nähergebracht. Das neue Schloss im Fürst Pückler Park, das nur noch als Ruine vorhanden war, wurde aufwändig renoviert und erstrahlt jetzt in neuem Glanz. Anschließend musste die Heimreise angetreten werden, drei erlebnisreiche, wunderschöne Tage werden allen Teilnehmern sicherlich lange in Erinnerung bleiben.



Gruppenbild Reisegruppe im Kloster Marienthal




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