Bei der Drei-Tagesfahrt 2015 des katholischen Frauenbundes Herz Jesu Rosenberg am zweiten Septemberwochenene ging es diesmal ins Nachbarland Tschechien. Ihr Quartier bezogen die Gäste aus Rosenberg im Clarion Congress Hotel in Budweis. Budweis, in Südböhmen am Zusammenfluss von Moldau und Maltsch gelegen, zählt etwa 93 Tausend Einwohner, wobei etwa die Hälfte davon in Plattenbauten am Stadtrand leben. Die Stadt wurde bereits im 13. Jahrhundert gegründet, bei uns ist sie heute hauptsächlich durch das Bier „Budweiser Budvar“ bekannt. Dass die Stadt noch mehr zu bieten hat, davon konnten sich die Frauen bei einer Stadtrundfahrt und anschließender Stadtführung überzeugen. Auch das Budweiser Bier konnte bei einem zünftigen böhmischen Abend mit Spezialitäten aus der regionalen Küche probiert werden.

Ein weiterer Höhepunkt war für den folgenden Tag vorgesehen, der Besuch des Schlosses Hluboka (Schloss Frauenberg). Die Grundsteine für das Schloss wurden bereits im 13. Jahrhundert gelegt und nach einigen Umbauten und vielen Eigentümerwechseln ging es im 17. Jahrhundert in den Besitz der Familie von Schwarzenberg über. Im 19. Jahrhundert wurde Hluboka erneut grundlegend umgestaltet, diesmal im Tudorstil. Bei einer Führung durch das Märchenschloss erfuhren die Rosenberger viel über die Geschichte und das Leben der Familie von Schwarzenberg. Viele Schnitzereien zieren die Wände, wertvolle Gemälde, kunstvolle Decken und antike Möbelstücke wurden bestaunt. Heute befindet sich das Schloss in staatlichen Besitz. Anschließend fuhr die Gruppe nach Trebon (Wittingau) und nach Jindrichuv Hrades (Neuhaus) weiter, auch hier waren bei Stadtrundgängen viele Sehenswürdigkeiten zu bewundern, so etwa die Renaissance- und Barockgiebel der alten Bürgerhäuser in Trebon oder das Schloss in Neuhaus.

Am letzten Tag stand Cesky Krumlov (böhmisch Krumau) auf dem Programm, Krumau ist seit 1992 als Kulturdenkmal in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Krumau liegt an einer Flußschleife der Moldau, über der Altstadt liegt die riesige Schlossanlage, die nach der Prager Burg der zweitgrößte historische Bau in Tschechien ist. Die Schlossanlage mit verschiedenen Gebäuden, 5 Schlosshöfen, einer Mantelbrücke als Verbindung zwischen Residenz, Garten und Theater erstreckt sich über eine Gesamtfläche von zehn Hektar. Im barocken Schlosstheater, das noch heute im Originalzustand erhalten ist, finden noch jährlich Aufführungen statt. Da Krumau nie durch Feuer oder Bombardierung zerstört wurde, ist die historische Altstadt noch vollständig erhalten. Das Stadtbild prägen die engen, schmalen Gassen mit Kopfsteinpflaster und die prächtigen Fassaden der alten Gebäude. Dank der hervorragenden Vorbereitung und Reiseleitung von Evi Rauch wurde auch diese Fahrt wieder zu einem besonderen Erlebnis für alle Teilnehmer.



 




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