Sternsingen
Auch im neuen Jahr 2026 wird fortgeführt, was schon lange Tradition hat und für viele Menschen zum Jahresbeginn einfach dazugehört: Unter dem diesjährigen Motto „Gegen Kinderarbeit. Schule statt Fabrik – in Bangladesch und weltweit“ des Kindermissionswerkes in Aachen zogen über 35 Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch das Gemeindegebiet. Mit königlichen Gewändern, Kronen, Weihrauch, Kreide und einem Stern ausgestattet, brachten sie den Segen in jedes Haus, im Ursprung angelehnt an den Besuch der Sterndeuter bei der Krippe in Bethlehem.
„Es freut mich, dass heuer wieder so viele Sternsingerinnen und Sternsinger unterwegs sind. Ich bin dankbar für diese Gemeinschaft, die bei der diesjährigen Sternsingeraktion nicht nur aus Ministranten besteht, sondern auch aus Firmlingen, Erstkommunionkindern und Ehrenamtlichen der Pfarrei im Alter von sechs bis über 50 Jahren. Und es stimmt mich sehr dankbar, dass so viele zum Aussendungsgottesdienst gekommen sind wie schon lange nicht mehr. Viele Ehrenamtliche arbeiten schon lange Zeit im Hintergrund, damit die Sternsingeraktion gelingen kann, wie etwa Frau Neidel und Frau Kaufmann, welche seit 30 Jahren unsere Sternsingerinnen und Sternsinger einkleiden!“ – betonte Gemeindereferent Johannes Tauer bei seiner Ansprache im Aussendungsgottesdienst.
Bei der größten Spendenaktion von Kindern für Kinder werden die Spendengelder 1:1 an das Kindermissionswerk weitergeleitet. So können jährlich Projekte mit über 45 Millionen Euro (2025: 48.060.189,51€ (Quelle: Die Sternsinger)) weltweit unterstützt werden.
Im Rahmen des Hausbesuches der Sternsinger schreiben sie 20*C+M+B+26 an die Türen. Das bedeutet entgegen der Meinung vieler nicht „Caspar, Melchior und Balthasar“, sondern aus dem Lateinischen übersetzt: Christus segne dieses Haus.
Die 7 Gruppen in Aktion:
Ausgesendet während eines festlichen Gottesdienstes am Neujahrstag, welcher durch den Rosenberger Kirchenchor musikalisch umrahmt wurde, zogen die Sternsinger in sieben Gruppen zwischen dem 2. und 4. Januar 2026 von Haus zu Haus.
Verantwortlich für die Aktion auf lokaler Ebene war wie in den letzten Jahren Gemeindereferent Johannes Tauer, unterstützt durch die beiden Oberministranten Hanna und Elias Beer. Die jungen Menschen beteiligten sich mit viel Freude und Engagement an der Aktion und freuten sich über die freundliche Aufnahme in den Haushalten. Viele der Jugendlichen beteiligen sich bereits zum wiederholten Male bei der Aktion, welche vor allem im deutschen Sprachraum sehr verbreitet ist, aber auch in anderen Teilen der Welt praktiziert wird: https://www.kindermissionswerk.org/ueber-uns/sternsingen-weltweit
Im Abschlussgottesdienst am Dreikönigstag konnte mit einem Betrag von knapp 17.000 EUR das bislang zweitbeste Sammlungsergebnis der Pfarrei Herz Jesu in der über 65-jährigen Tradition des Sternsingens in Deutschland verkündet werden. Da jedoch auch den ganzen Januar über noch die Möglichkeit besteht, für die Aktion zu spenden, könnte der bisherige Rekord sogar noch übertroffen werden.
Vor allem im Hinblick auf die aktuelle wirtschaftliche Lage, die Ungewissheiten in der persönlichen finanziellen Situation sowie die Umbrüche im geopolitischen Bereich ist diese enorme Spendenbereitschaft sehr bemerkenswert und bedarf großer Anerkennung für die Rosenberger Haushalte, Firmen und sonstigen Spender.
Die Sternsinger waren, wie jedes Jahr, hocherfreut über ihr Sammelergebnis und bedanken sich für Geld- und Süssigkeitenspenden sowie die wohlwollende Aufnahme in vielen Haushalten. Sie hatten auch so viel Naschwerk erhalten, dass in den nächsten Tagen mehrere Waschkörbe voller Leckereien an die Amberger Tafel zur Verteilung an Bedürftige übergeben werden können.
Meist fallen die Sternsinger durch bunte und geschmückte Gewänder auf, die einer sorgsamen Pflege, Aufbewahrung während des Jahres sowie diverser Ausbesserungsarbeiten bedürfen. Seit nunmehr 30 Jahren kümmern sich in der Pfarrei Herz Jesu Rosenberg die beiden Schwestern Marion Kaufmann und Sigrid Neidel um diese Pflege und Ausgabe der Gewänder – Grund genug, um dieses kleine “Dienstjubiläum“ nicht unterwähnt zu lassen und den beiden im Rahmen des Dreikönigsgottesdienstes zu danken.









