Zur alljährigen Pfarrversammlung kam die Pfarrei Herz-Jesu am Samstag, 9. April 2005 im Kettelerhaus Rosenberg zusammen. In der Pfarrversammlung geben Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung Rechenschaft über die Arbeit und Ergebnisse des letzten Jahres.
Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Dr. Morgenschweis begrüsste die Gemeindemitglieder. Nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Papst und den langjährigen Geschäftsführer des Kettelerhauses, Hr. Handeder, begann er mit seinem Bericht Bericht über das vergangenen drei Jahre im Pfarrgemeinderat. Seinen Bericht begann er mit Kritik an der aktuellen Berichterstattung über Sterben und Begräbnis des Heiligen Vaters in den Medien. Der Journalismus sei in vielen Ebenen populistisch und an der Oberfläche kratzend, der Kern des Glaubens bleibe dabei im Hintergrund.
Der Pfarrgemeinderat hatte sich seit der letzten Pfarrversammlung sechs mal getroffen und über einige Projekte beraten. Themen wie die pastorale Planung in der Diözese mit zu bildenden Seelsorgeeinheiten, Umgang mit dem Thema Sterbehilfe, der Wechsel im Amt des Pfarrers, die Renovierung des Pfarrhauses oder auch die vom PGR initiierten Laienpredigten stellten einige der herausragenden Punkte dar.
Die Legislaturperiode des aktuellen Pfarrgemeinderates wird im März 2006 enden. Für die dann durchzuführenden Neuwahlen werden engagierte Kandidaten gesucht, die sich der Wahl stellen wollen.
In Vertretung der Kirchenverwaltung schilderte Pfarrer Larisch ausführlich die Bauzustandssituation der Pfarrkirche im hinteren Bereich. Seit dem heissen Sommer 2003 tauchen hier Risse auf, die sich nunmehr über die gesamte Höhe des Gebäudes erstrecken. Die Rissbildung verläuft schubweise. Mittlerweile ist auch das rechte Seitenschiff davon betroffen. Mehrere Untersuchungen und Gutachten konnten die Ursachen nicht eindeutig klären. Klar ist jedoch, dass Sanierungsmaßnahmen in größerem Umfang durchgeführt werden müssen, um der Rissbildung Einhalt zu gebieten. Mit den Bauaktivitäten soll nun nach den Sommerferien begonnen werden.
Lobend ging Pfarrer Larisch auch auf die Finanzsituation des katholischen Kindergartens ein. Trotz immer höherer Anforderungen von Seiten der Politik sowie zurückgehender Kinderzahlen konnte das Defizit im Vergleich zu anderen vergleichbaren Einrichtungen im Stadtgebiet klein gehalten werden. Dies sei auch ein Verdienst des ehrenamtlichen Geschäftsführers des Kindergartens, Hr. Pelikan, der diese Aufgabe nun bereits seit Jahrzehnten mit hohem Engagement ausfüllt.
In seinem Bericht zur Seelsorge ging der Pfarrer auch auf den Umgang mit dem Tod ein. In unserer Gesellschaft werde der Tod verdrängt und aus dem Bewusstsein ausgeblendet, obwohl er doch genauso zum Leben dazu gehöre. Unter dem Eindruck der aktuellen Diskussion um die amerikanische Komapatientin Terry Shiavo riet Pfarrer Larisch, sich rechteitig um eine christliche Patientenverfügung zu kümmern.
Gemeindereferent Martin Melchner stellte der Gemeinde die Ziele des Weltjugendtages 2005 vor, der heuer in Köln stattfinden wird. Auch die Pfarrei Herz-Jesu wird einigen Jugendlichen, die aus der ganzen Welt nach Deutschland kommen werden, für einige Tage Unterkunft gewähren. Für die Betreuung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurde bereits ein abwechslungsreiches und interessantes Programm ausgearbeitet.
Bei der abschliessenden Aussprache mit offenen Wortmeldungen wurden unter anderem die Themen Gestaltung des Blumenschmuckes in der Pfarrkirche, sonntägliche Gottesdienstzeiten sowie das Angebot von Eucharistiefeiern heftig diskutiert. Von einem der Zuhörer wurde auch eindringlich auf das Angebot von christlichen TV- und Radiosendern im Kabelnetz hingewiesen.




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