Der Einladung der Pfarrgemeinde Herz Jesu Rosenber

Der Einladung der Pfarrgemeinde Herz Jesu Rosenberg zur Besichtigung des Schlackenbergs mit einer anschließenden Messfeier auf dem Gipfel am 22. September 2017 folgten ca. 40 Interessierte. Der Leiter des Sachgebiets Technischer Umweltschutz an der Regierung der Oberpfalz Dr. Rudolf Gerber begrüßte Pfarrer Saju Thomas und die weiteren Teilnehmer beim Eingangsbereichs am Fuße des Schlackenbergs und informierte die Zuhörer über die Geschichte der seit dem Ende des 19. Jahrhunderts von der Maxhütte genutzte Reststoffdeponie. Auf dem Fußweg zum Informationszentrum und dem Aussichtspunkt erhielten die Besucher an mehreren Stationen einen Überblick über die Sanierungs- und Rekultivierungsmaßnahmen der Deponie, die die Regierung der Oberpfalz stellvertretend für den Freistaat Bayern seit 2005 durchgeführt hat und noch durchführt. So berichtete Dr. Gerber, dass auch nach dem Abpumpen von über einer Mio. Liter Öl aus den Schlammteichen immer noch ein Öl-/Wassergemisch in die 200 verbrachten Bohrlöcher sickere und weiterhin abgepumpt werde. Von den ursprünglich veranschlagten 100 Mio. Euro Sanierungskosten wurden bisher rund 60 Mio. ausgegeben, wobei jährlich etwa 1,5 Mio. Euro an laufenden Kosten entstehen. Im Jahr 2017 wurde ein Naturlehrpfad eingerichtet, der Aufschluss über die dem Schlackenberg spezifische Flora und Fauna gibt. Außerdem besteht nun für Schulen die Möglichkeit an einen Geocaching-Parcours teilzunehmen und damit Erkenntnisse über das Berggelände selbst als auch zur Landschaft der umliegenden Region gewinnen zu können.
Oben angekommen fanden die „Bergpilger“ neben dem Infozentrum Aussichtspunkt einen für die Eucharistiefeier bereiteten Feldaltar. Zu Beginn der wohl ersten Heiligen Messe auf dem Schlackenberg brachte Pfarrer Saju in Erinnerung, dass in der Heiligen Schrift erwähnt wird, wie sich Jesus häufiger auf einen Berg begab um dort in der Natur alleine mit seinem Vater im Gebet sprechen zu können. Die Messfeier am Gedenktag des Heiligen Märtyrerbischofs Emmeram, des dritten Regensburger Diözesanpatrons, stand auch im Gedenken an die bei der Arbeit im Hüttenwerk und im Bergbau zu Tode gekommenen Beschäftigten. Die Schriftlesung und die Fürbitten wurden von Dr. Klaus-Peter Berr von der Regierung der Oberpfalz vorgetragen. Nach der Eucharistiefeier ließ man den Gottesdienst mit einem „Lobe den Herren“ ausklingen.
Für alle Teilnehmer bestand nun die Möglichkeit das Infozentrum zu besichtigen, den beiden Herren von der Bezirksregierung weitere Fragen zu stellen oder einfach nur an diesem sonnigen Herbsttag den Panoramablick auf die Stadt und das Land zu genießen.



 



 




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